Der Frühling 2026 meinte es bisher wirklich… interessant mit mir und meinen Alstroemerien.
Während andere Menschen schon geschniegelt mit Gießkanne und Sonnenhut durch den Garten tänzeln, stehe ich hier morgens eher wie ein norddeutscher Fischer auf hoher See.
Dazu kommt ein Frühjahr, das offenbar vergessen hat, dass irgendwann mal Wärme vorgesehen war. Die Alstroemerien schauen vorsichtig aus der Erde wie verschlafene Teenager montagmorgens um sechs. nur um direkt vom nächsten kalten Windstoß wieder traumatisiert zu werden.
Und als wäre das noch nicht genug, hat die Schneckenmafia 2026 offiziell die Weltherrschaft übernommen.
Vor allem diese kleinen Weinbergschnecken! Winzig, niedlich… und komplett skrupellos. Nachts marschieren sie offenbar in militärischer Formation durchs Beet und veranstalten All-you-can-eat-Buffets auf meine Kosten.
Natürlich habe ich zurückgeschlagen. Hochmotiviert wurden Schneckenlinsen gestreut. Der Sieg schien greifbar.
Tja… bis die Ameisen beschlossen haben, dass das Zeug offensichtlich zur kostenlosen Mitnahme gedacht war. Über Nacht wurde alles fein säuberlich abtransportiert. Ich schwöre, irgendwo steht inzwischen ein Ameisenlager mit der Aufschrift: „Premiumware 2026“.
Und das Unkraut?
Das wächst momentan schneller als meine Alstroemerien denken können. Ich ziehe vorne welches raus und hinten winkt schon die nächste Generation fröhlich aus dem Beet. Vermutlich betreibt das Zeug heimlich Fitnessstudio und Eiweißshakes.
Aber Aufgeben gibt’s hier nicht.
Auch nach einer Pause geht alles weiter. Die ersten Alstroemerien kämpfen sich tapfer durch Wind, Kälte, Schnecken und botanischen Wahnsinn. Und ganz ehrlich… genau das macht Gartenjahre am Ende irgendwie besonders. Langweilig kann schließlich jeder.
Ansonsten wachsen und gedeihen sie trotz Fraßspuren.